glory hallelujah
Dieser Samstag, der 9. Mai, steht für musikalische Inspiration und weltpolitische Hoffnung.
(Achtung! Ort ist – noch – unser Vereinslokal hinter der Baustelle am Volkertplatz 9)
Unser Programm:
ab 15:00 Uhr: K&K-Band
— Schlager & Volkstümliches
ab 16:45 Uhr: Jazz Tigers
— tunes from ol’ New Orleans
ab 18:30 Uhr: Friends & Romans
— Folk bis Blues: Seltenes & Eigenes
Zum Motto
1800 wird an diesem Tag John Brown geboren, ein weißer Neu-Engländer in einer autonomen christlichen Gemeinde im Grenzbereich zwischen US-Nord- und -Südstaaten. Sklaverei lehnt er als unmenschlich ab, weist auf ihre Verfassungswidrigkeit hin. Doch sie besteht weiter, also bekämpft er sie mit Waffengewalt – allerdings noch gegen eine Übermacht, strategisch mangelhaft. So endet er 1859 in (West) Virginia am Galgen, auch nachdem Victor Hugo mit einem offenen Brief über Zeitungen in den USA und Großbritannien versucht hat, seine Begnadigung zu erreichen – und posthum als Symbolfigur in der Quasi-Bürgerkriegshymne der US-Nordstaaten, dem heute vermutlich bekanntesten Marsch der US-Armee, eben John Brown’s body.
Auch Sophie Scholl, geboren am 9. 5. 1921, bekämpft Unmenschlichkeit: die der Nazis, mit versuchter Aufklärung und Flugblättern der „Weißen Rose“, nachdem sie, eine überzeugte Christin, anfangs der NS-Propaganda gefolgt war. Nachdem eine Verteilaktion des 6. Flugblatts auffliegt – nach Postversand des Großteils an ausgesuchte Adressen, wie schon bei den vorigen – werden schließlich sie und ihre Mitstreiter enthauptet.
9. 5. 1945: die Wehrmachtführung bestätigt die Kapitulation des Nazi-Regimes.
9. 5. 1994: Südafrikas Parlament wählt Nelson Mandela zum 1. schwarzen Staatspräsidenten. Mandela, Rechtsanwalt und friedlicher Freiheitskämpfer, jahrzehntelang vom rassistischen weißen Apartheid-Regime gefangen gehalten, war Spitzenkandidat des African National Congress (1912 gegründet, 1960-1990 verboten), der nun die ersten allgemeinen freien Wahlen des Landes überragend gewonnen hatte.
Musik und 9. Mai
1980 gewinnen an diesem Tag die Boomtown Rats (von Charity-Weltlegende Bob Geldof) auch wegen herausragendem Text den Bewerb um bestes Pop-Lied in GB mit I don’t like Mondays – das allerdings oft als Kritik an Leistungsdruck und Zwängen der Arbeitswelt fehlgedeutet wird: tatsächlich basiert es auf der Antwort einer 16jährigen Amok-Schützin (2 Tote, 9 Verletzte) an einen Journalisten, als der sie direkt nach ihren Schüssen am Tatort anruft … diese Inspiration sollte der menschenrechtlich umtriebige Bob Geldof vielleicht noch näher erläutern.
Klarer sind zwei andere 9.-Mai-Bereicherungen für die Musikwelt: zwei Geburtstage
– der von Billy Joel (1949), einem der globalen Wien-Besinger („Vienna waits for you“), dessen Vater über – der von Dave Gahan (1962), der Stimme von Depeche Mode.
Hoffnung hegen übrigens auch wir bei Swinging Volkert: dass die Baustelle, die uns aktuell am Transport von Bühne usw. auf den Marktplatz hindert, plangemäß im Juni beendet ist, und unsere Konzerte endlich wieder im Freien stattfinden können.
Und natürlich, dass wir dich wieder sehen.

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